Mauke beim Pferd – warum die Fesselbeuge entzündet sein kann

Viele Pferdebesitzer kennen das Problem: In der Fesselbeuge entstehen Krusten, die Haut wird rissig oder beginnt zu nässen. Diese Hautveränderungen werden meist unter dem Begriff Mauke zusammengefasst.

Oft beginnt Mauke mit eher unauffälligen Anzeichen wie Rötungen, kleinen Hautrissen oder Schuppen. Später können sich Krusten bilden oder die Haut wird feucht und empfindlich. Die Entzündung tritt häufig an den Hinterbeinen auf und wird durch Feuchtigkeit, aufgeweichte Haut oder kleine Hautverletzungen begünstigt.

Wird Mauke früh erkannt, kann man häufig selbst erste Massnahmen ergreifen. Wichtig ist zunächst, die betroffene Haut sauber und trocken zu halten. Die Beine sollten vorsichtig gereinigt und anschliessend gut getrocknet werden. Krusten sollten dabei nicht gewaltsam entfernt werden, da dies die Haut weiter reizen kann.

Ebenso wichtig ist das Management rund um Haltung und Umgebung. Nasse Einstreu, matschige Weiden oder dauerhaft feuchte Beine begünstigen Hautprobleme. Trockene Standflächen und saubere Einstreu helfen der Haut, sich zu erholen.

In vielen Fällen bessern sich leichte Hautveränderungen mit solchen Massnahmen bereits deutlich. Bleiben die Symptome jedoch bestehen, breiten sich aus oder treten Schwellungen, Schmerzen oder Lahmheiten auf, sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden.

Der Tierarzt kann abklären, ob neben der Hautreizung zum Beispiel Bakterien, Pilze oder Milben beteiligt sind und eine gezielte Behandlung notwendig ist.

Das bedeutet bei Mauke gilt – früh handeln, die Haut trocken halten und bei stärkeren oder anhaltenden Beschwerden den Tierarzt einschalten.