Der Fellwechsel wird nicht primär durch die sinkenden Temperaturen ausgelöst, sondern durch die Veränderung der Tageslichtdauer. Die Lichtsignale werden in Zirbel- und Hirnanhangsdrüse in hormonelle Signale umgewandelt, welche wiederum das Fellwachstum beeinflussen. Sobald die Tage also länger werden, gibt die Zirbeldrüse dem Körper die Info, dass das Ende des Winters naht und der Winterpelz abgeworfen werden kann. Werden die Tage kürzer, erhält der Körper die Info, Winterfell zu produzieren. Ganz unwichtig sind die sich verändernden Temperaturen jedoch nicht. Kommt es im Frühjahr beispielsweise zu einem Kälteeinbruch, gerät der Fellwechsel ins Stocken. Die Temperatur bestimmt die Länge und Dichte des Fells, so haben Offenstallpferde in der Regel ein längeres und dichteres Fell als Boxenpferde.

Mehr Infos zum Fellwechsel gibt es in der aktuellen Pferdewoche (28.10.2020)

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